Montag, 11. Februar 2013

Lieblingsauszeit 5

Hier ist eine weitere Lieblingsauszeit von Julia:

"Ich habe rausgefunden, dass ich am besten Auszeit nehmen und mich um mich selbst kümmern kann, wenn ich mich mit (Heil-) Pflanzen beschäftige: sie anschauen, anpflanzen, abzeichnen, über sie lesen, sie zu mir nehmen (z.B. als Tee oder als Tinktur), sie räuchern, sie fühlen und riechen...

Mich mit (Heil-) Pflanzen zu beschäftigen führt mich immer wieder dazu, mich zu fragen, was mich an welcher (Heil-) Pflanze gerade anspricht und warum: Was hat sie mit mir zu tun? iIst es etwas, was ich stärker haben/sein/fühlen möchte? Erkenne ich mich wieder in ihr? Verkörpert sie für mich etwas, was ich gerade brauche? Und mich mit Heilwirkungen zu beschäftigen, darüber zu lesen und etwas auzuprobieren, hilft mir dabei, mir klarer darüber zu werden, was mir fehlt, wo ich Unterstützung brauche, was ich verändern möchte, wie es mir gerade geht.

Einen richtigen Schub in Richtung Selbstürsorge hat mir ein (damals noch 3-tägiger) Heilkräuterworkshop bei Kristin Peters gegeben, der mein letztes Jahr nachhaltig positiv verändert hat.

Für dieses Jahr habe ich mir eine bestimmte Heilpflanze ausgesucht - als Orientierung, Inspiration und Unterstützung."

Sonntag, 10. Februar 2013

Morgenspaziergänge

Jeden Morgen geh ich - zumindest bei nicht allzu schlechtem Wetter - eine halbe Stunde durch dem Park, bevor ich zur Arbeit gehe. Vor allem im Winter macht es mich ruhiger, wenn ich morgens kurz im Grünen war und den Himmel gesehen hab. Am Anfang hab ich es mir zur Aufgabe gemacht, auf meinem Weg mindestens ein Tier (Hunde zählen nicht) wahrzunehmen und mich über jedes Eichhörnchen gefreut. Jetzt nehm ich meine Kamera mit und versuch für schöne Momente aufmerksam zu sein.
Ich geh einmal quer durch den Park zur übernächsten U-Bahnstation. So verbinde ich meinen kleinen Ausflug in die Natur mit meinem Arbeitsweg, für den ich mir dann einfach nur etwas mehr Zeit einplane. Die Idee hab ich von den lebensfreude-heute-Botschaften von Karima Stockmann.

Zusammen mit meinen Morgenseiten hatte ich dann jeden Morgen schon eine Stunde für mich, bevor der Tag wirklich über mich hereinbricht. Es tut gut zu wissen, dass mir diese Stunde, in der ich für das Innen und das Außen aufmerksam bin, gehört, egal wie hektisch oder stressig der Tag wird.

Hier ist ein Foto, von einem meiner Spaziergänge letzte Woche:


Samstag, 5. Januar 2013

Mir selbst zuhören

In meinem letzten Post hab ich darüber geschrieben, dass es mir für das kommende Jahr wichtig ist, gut im Kontakt mit mir selbst zu sein. Mein wichtigster Kontaktpunkt mit mir selbst sind meine täglichen Morgenseiten. Die Idee hab ich aus Julia Camerons „Der Weg des Künstlers“. (Hier gibt es ein englischsprachiges Video von Julia Cameron zu Morgenseiten: http://juliacameronlive.com/basic-tools/morning-pages/ und hier findet sich eine gute Zusammenfassung der Technik: http://www.kreativesdenken.com/artikel/morgenseiten-schreiben.html).
Jeden Morgen schreib ich als allererstes drei Seiten per Hand, einfach das, was auch immer geschrieben werden möchte – ohne Zensur und ohne Stildruck. So komm ich mit mir in den Kontakt und höre mir drei Seiten lang selbst zu.

Für mich ist mein Selbst-Zuhören eine Möglichkeit, Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich höre, worüber ich mich beklage, worüber ich mich freue, wofür ich dankbar bin und was mich beschäftigt. Ich merke, ob ich viel über Vergangenes nachdenke oder über die Zukunft grüble. Ich bin einfach nur für mich selbst, meine Gedanken und Gefühle da.
Im Anschluss kann ich etwas mit dem Gehörten machen. Manchmal muss ich wochenlang über meine Wünsche schreibe, bevor ich ihnen wirklich Gehör gebe und merke, dass da etwas erfüllt werden möchte. Aber egal wie lange es dauert und wie ich dann etwas realisiere, am Anfang steht, mir selbst zuzuhören.

Freitag, 4. Januar 2013

Gute Vorsätze fürs neue Jahr


Hast du den Jahreswechsel dafür genutzt, dir Sachen fürs nächste Jahr vorzunehmen? 

Für mich ist das Jahresende häufig eine Zeit der Selbstreflektion. Ich schreibe viel, lass mich von Fragen aus verschiedenen Büchern und Blogs inspirieren. Meistens dreht sich dabei sehr viel um Selbstfürsorge.

Was ich dabei aber auch merke, ist eine latente Unzufriedenheit, wenn meine guten Vorsätze fürs neue Jahr sich ein bisschen schwer anfühlen und nach einem weiteren Programmpunkt in meiner bereits angefüllten Woche.
Wie ist das mit deinen guten Vorsätzen? Fühlen sie sich schwer an? Sind es weitere Sachen, die du auch noch tun musst? Oder geht es darum, etwas wegzulassen?

Ich hab dieses Jahr versucht, mir neue Perspektiven vorzunehmen anstatt Dinge, die ich tun will: Ich will darauf achten, mein Leben als angefüllt wahrzunehmen und zwischen Fülle und Stress unterscheiden lernen. Ich will mehr darauf achten, wann ich im Kontakt mit mir selbst und gut geerdet bin. Also eher kleine Wahrnehmungsübungen und hoffentlich –verschiebungen statt große Punkte auf meiner to-do-Liste.

Wie möchtest du nächstes Jahr für dich sorgen? Wie möchtest du achtsamer mit dir selbst sein?

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Austausch und Vernetzung

Ich freue mich darüber, dass ich immer öfters irgendwo etwas darüber lese, dass sich Feminist_innen mit den Themen Achtsamkeit und Selbstfürsorge, aber auch mit Erschöpfung und Stress beschäftigen.
Heute will ich auf einen tollen Workshop in Berlin hinweisen, der von 8sameaktion organisiert wird: hier und jetzt! Entwürfe für eine politische Kultur der Achtsamkeit (15. - 17. Februar 2013).
Ich hab noch nie an einer ihrer Veranstaltungen teilgenommen, aber ich freu mich darauf, an dem Wochenende im Februar teilzunehmen und mich mit anderen auszutauschen.
8samekation schreibt:
Achtsamkeit ist eine Praxis, die uns hilft, destruktive Strukturen in der  Welt und in uns selber zu erkennen und zu überwinden, ohne dabei auszubrennen oder uns in Identitäten und Emotionen zu verfangen.
Und über das geplante Wochenende
Wir möchten unsere Erfahrungen und Visionen der Verbindung von politischer Praxis und Achtsamkeit vorstellen – und sind gespannt auf eure Erfahrungen.
Alle weiteren Informationen findest du unter: http://8sameaktion.wordpress.com/ 

Vielleicht treff ich dich ja dort?!

Samstag, 15. Dezember 2012

Lieblingsauszeit 4

Hier ist die duftende Lieblingsauszeit von Kasha:

Zuhause trägt oft eine Duftlampe mit ätherischen Ölen zu meinen Auszeiten bei. Es fasziniert mich immer wieder, wie wenig es braucht, damit sich ein Gefühl des ‚besonderen Moments’ einstellt: Etwas Wasser, ein Teelicht und einige Tropfen Duftessenz...und schon fühle ich mich eingehüllt wie in einen kostbaren Mantel, der wärmt, das Innere berührt, vielleicht zum Aufbruch lockt.

Ich mag es ganz bewusst auszuwählen, welcher Duft zu einem speziellen Moment passt, mich in meiner Selbstbegegnung unterstützt oder im Zusammensein mit anderen präsenter sein lässt. So kann aus einer ‚Auszeit’ auch eine ‚Ein(lass)zeit’ werden.

Ein ganz besonderer Luxus sind für mich Duftkompositionen von Hanne Knott (http://www.hanneknott.de/), deren Beschreibungstexte ich teils schon sehr inspirierend finde.

Samstag, 1. Dezember 2012

Meine Vision


2022 wird  das Retreat Center für erschöpfte feministische Aktivist_innen seine Türen öffnen. Da bin ich mir ganz sicher, auch wenn ich noch nicht weiß, wie der Weg dorthin sich gestalten wird. Ich kann zuversichtlich sein, solange ich das nächste Puzzlestück in der Hand halte und ein Gespür dafür habe, wie ich dieses Steinchen konkret werden lassen kann.  Und ich bin mir sicher, dass ich auf meiner Reise noch weiteren tollen Mentor_innen begegnen werde, die mir Inspiration und Impulse geben werden. Ich weiß, dass ich großartige Unterstützer_innen an meiner Seite habe, die mich über schwierige Hürdenund und durch Selbstzweifel begleiten werden.

Ich weiß, dass das Retreat Center am Meer liegen wird, an welchem Meer ist mir noch unklar. Ich träume von einem großen Gelände mit Wiesen und Bäumen, mit zwei Häusern – eins für die Retreat-Gäste mit Schlafzimmern, Ateliers, Bewegungsräumen, ein kleineres Haus für mich – und mit verschiedenen kleineren Hütten, in denen die Menschen wohnen können, die gerade Angebote für die Retreatenden gestalten – also all die Yogalehrer_innen, Köch_innen, Handwerker_innen, Erlebnispädagog_innen und wer sonst noch so zu mir finden wird.

Ich will erschöpften feministischen Aktivist_innen eine Auszeit ermöglichen, für die keine Diagnose oder viel Geld nötig ist, die nicht erst das Label Burnout braucht, um das Bedürfnis nach Ruhe vor sich selbst rechtfertigen zu können. Ich will Menschen ermöglichen, wieder frei atmen zu können, nachdem Krisen ihnen die Luft genommen haben. Ich träume davon, einen Beitrag dazu zu leisten, damit Aktivismus nachhaltig möglich ist und damit soziale Veränderung mit persönlicher Selbstfürsorge Hand in Hand geht.

Ich möchte für diejenigen sorgen, die für andere sorgen. Ich möchte Auszeiten geben, Ideen nähren und Räume öffnen. Zum Ausruhen, Durchatmen, sich Erden, Neues Gestalten und Flügel Ausbreiten.

 Hälst du ein Puzzlestück für meine Vision in deinen Händen, das du mir reichen möchtest?